Verkehr ist größter Klimasünder im Südwesten
VCD fordert im Klimaschutzgesetz konkrete Maßnahmen für den Verkehrssektor, denn die Treibhausgasemissionen des Verkehrssektors in Baden-Württemberg sind seit 1990 um 12% angestiegen, wie der aktuelle Monitoringbericht des Umweltministeriums aufzeigt – dabei war das Ziel eine Reduktion um 25% bis 2020. (…)
„Der Verkehr ist inzwischen der größte Klimasünder im Südwesten, 31% aller Treibhausgas-Emissionen entfallen auf diesen Sektor“, stellt Matthias Lieb, Landesvorsitzender des ökologischen Verkehrsclub VCD fest und beklagt: „Die Autos werden immer schwerer, brauchen mehr Platz und sind immer stärker motorisiert – so kann Klimaschutz im Verkehr nicht funktionieren“.
Wenn bis 2030 die Treibhausgas-Emissionen gegenüber 1990 um 42% reduziert werden sollen, im Verkehrssektor die Emissionen aber aktuell um 12% über den Werten von 1990 liegen, bedeutet dies eine Halbierung der Emissionen in den nächsten 10 Jahren, rechnet Lieb vor.
„Damit wird klar, dass nur mit drastischen Maßnahmen die Klimaziele im Verkehrssektor erreicht werden können – die Politik sollte dies den Bürgern deutlich und frühzeitig vermitteln“, erklärt Matthias Lieb. Städte wie Wien, Kopenhagen, Lyon und Barcelona seien diese Schritte schon gegangen und seien heute Städte mit hoher Aufenthaltsqualität bei deutlich weniger Autoverkehr.
Quelle: VCD Baden-Württemberg e.V.

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